Trauerfeier-Hilfe-Forum Information & Hilfe Wissenswertes | zum Mitreden 7 kuriose Fehler, die eine Trauerfeier ruiniert haben

7 kuriose Fehler, die eine Trauerfeier ruiniert haben

7 kuriose Fehler, die eine Trauerfeier ruiniert haben

Anja_Weiss

Moderator/in

76
01-09-2022, 08:11 #1
Wenn ein geliebter Mensch stirbt, wünschen wir uns einen würdevollen, persönlichen und tröstlichen Abschied. Dabei spielt jemand eine besonders wichtige Rolle: Die Person, die die Trauerrede hält.
Manchmal übernehmen dies Familienangehörige, doch meistens sind es Trauerredner*innen oder Geistliche. Egal wer die Trauerrede hält: Die folgenden, teils sehr kuriosen Fehler, die so tatsächlich passiert sind, sollten durch eine gute Vorbereitung oder eine professionelle Ausbildung verhindert werden: 
 
Fehler 1: Dem Verstorbenen einen falschen Namen gegeben
 
Die engsten Angehörigen fühlen sich oft emotional nicht in der Lage, die Trauerrede zu halten. Also wird ein Bekannter aus dem entfernteren Umfeld damit beauftragt, der schon ein wenig Erfahrung als Redner hat.
Kürzlich haben mir Angehörige erzählt, deren Mutter nun verstorben ist, dass sie im Vorjahr bei der Trauerfeier für ihren Vater hören mussten, dass der Redner einen komplett falschen Namen verwendet hat. Es klang so, als habe der Redner wohl dieselbe Rede verwendet, wie bei einer Beerdigung zuvor, und nun vergessen, den Namen auszutauschen.
Die Trauerrede kann noch so tröstlich sein, es bleibt nur noch das in schlechter Erinnerung.
Wenn Sie in sich den Ruf zum Trauerredner*in-Beruf hören und ihn in einen konkreten Beruf verwandeln möchten, lernen möchten, wie Sie typische Fehler vermeiden, dann finden Sie hier die kompakte, schlüsselfertige Ausbildung zum sofortigen Berufsstart:
 
Info zur Ausbildung
 
 
Fehler 2: Unbeabsichtigt den Sarg abgesenkt
 
Die Person, die die Trauerrede hält, führt auch häufig durch die ganze Trauerfeier. So gibt sie zum Beispiel durch Tastendruck am Rednerpult dem Friedhofspersonal ein Zeichen, wenn das nächste Musikstück eingespielt werden soll.
Ich kenne einen Trauerredner, der neu dabei war und leider keine Erklärung zum Rednerpult erhalten hatte. Nun ist es aber so, dass dort häufig mehr als ein Kopf ist. Ein Knopf war mit dem Sarg-Aufzug verbunden, den es in einigen Trauerhallen gibt.
Als der Trauerredner diesen Knopf drückte, öffnete sich plötzlich und unerwartet während der Trauerfeier der Boden unter dem Sarg. Es war so still, man hörte nur noch die Motoren des Aufzuges, während der Sarg langsam im Boden der Halle verschwand. Das Entsetzen der Trauergesellschaft war verständlicherweise groß und der Fehler konnte nur von dem Friedhofspersonal rückgängig gemacht werden.  
 
Fehler 3: Seine Ehefrau als Affäre entblößt
 
Ich habe schon mal eine Rede erlebt, in der der Redner erzählte, dass der Verstorbene und seine (zweite) Ehefrau sich 1995 kennen und lieben gelernt haben. Und das, obwohl er mit seiner ersten Ehefrau noch bis 1996 zusammen lebte.
Es ist wohl kaum in Worte zu fassen, wie peinlich es für die trauernde Witwe war, nach Jahrzehnten auf der Trauerfeier als Affäre entblößt zu werden.
Was der Verstorbene vielleicht nicht wusste: Heute ist es möglich schon zu Lebzeiten festzulegen, wie die Trauerrede formuliert - und was vielleicht besser verschwiegen werden sollte. Damit hätte er seiner Frau diese Peinlichkeit ersparen können.
Falls Sie sich jetzt über diese sogenannten Vorsorge-Reden und anderes aus unserem Angebot informieren möchten, finden Sie viele Informationen dazu auf dieser Trauerfeier-Hilfe-Website – stöbern Sie gern einmal über unsere Seite.
 
Fehler 4: Einen Toten zum Leben erweckt
 
In einem meiner Kurse zur Ausbildung von Trauerredner*innen hatte ich eine Teilnehmerin, die bei ihrer Probe-Trauerrede in der Begrüßung neben der Familie auch den guten Freund „Herrn Schulze“ ansprach.
Leider hatte sie bei der Aufgabenstellung übersehen, dass der Freund Herr Schulze bereits selbst vor einigen Monaten gestorben ist.
In unseren fiktiven Trauerfeiern im Rahmen der Ausbildung dürfen solche Fehler passieren, ohne dass die Trauergesellschaft verletzt wird. So ist man für die Reden in der echten Welt auf alle Eventualitäten vorbereitet.
 
Fehler 5: Über die Alkoholsucht gelästert
 
Ein Mensch ist an den Folgen seiner Alkoholsucht gestorben und wird nun beerdigt.
Ich habe mal einen Redner unbeholfen sagen hören: „Manfred Müller kam von seiner Alkoholsucht nicht los und starb an den Folgen der Sucht im Alter von 58 Jahren“. Ich konnte förmlich spüren, wie unangenehm berührt die ganzen Trauergäste von dieser Formulierung waren.
Aus Gründen der Würde gehören sämtliche Krankheitsdiagnosen in einer Trauerrede sanft umschrieben, wie zum Beispiel: „Es gab ein Hindernis auf Manfreds Lebensweg, das er nicht zu überwinden vermochte. Schwere gesundheitliche Einschränkungen folgten, Heilung war leider nicht mehr möglich. Am 27. April ging Manfred Müller im Alter von 58 Jahren von dieser Welt.“
 
Fehler 6: Die Trauerfeier verpasst
 
Ein Trauerredner-Kollege von mir wurde vom Bestattungshaus für eine Trauerfeier am 27. März angefragt. Der Redner sagte zu und erhielt an einem Mittwoch einen Anruf von dem aufgeregten Bestatter: „Herr Maier, wo bleiben Sie denn? Die Trauerfeier beginnt gleich!“
Leider hatten Bestatter und Redner versäumt, Datum UND Wochentag abzugleichen. Die Trauerfeier sollte an einem Mittwoch stattfinden, der 27. März war allerdings der Donnerstag.
Können Sie sich vorstellen, wie traurig es für die Trauerfamilie und Gäste war, den geliebten, verstorbenen Menschen ohne gefühlvolle Trauerrede beisetzen zu müssen? Mein Kollege wollte am liebsten in einem Erdloch verschwinden!
 
Fehler 7: Den Sarg in Brand gesteckt
 
Das wohl schlimmste, was ich bisher von einer Trauerfeier gehört habe, ist folgende Geschichte:
Als letzter Gruß werden häufig Teelichter entzündet und auf den Sarg gestellt. Dieses sogenannte Kerzenritual darf aus Sicherheitsgründen normalerweise nur bei kleinen Abschiedsfeiern angeboten werden. Ein noch unerfahrener Trauerredner wusste dies nicht und lud zum Kerzen anzünden trotz großer Trauergesellschaft ein.
Was dann passierte, war wirklich furchteinflößend: Als zu viele Teelichter dicht beieinander standen, gingen die Flammen ineinander über. Plötzlich stand der Sarg in Flammen, und in der Trauerhalle unter den Gästen war eine große Beklemmung zu spüren. Zum Glück holte ein Friedhofsmitarbeiter recht schnell den Feuerlöscher und konnte verhindern, dass sich die Flammen auf die Blumen ausgebreitet haben.
Doch der Sarg war nun nass, und die würdevolle Atmosphäre war im Teich – im wahrsten Sinne des Wortes.
 
Fehler, die anderen Rednern*innen passiert sind, können uns dienen, um daraus zu lernen!

Auch wenn die oben genannten Fehler unbedingt vermieden werden sollten, wäre es hinderlich, nun einen zu großen Respekt vor dem Beruf des Trauerredners zu entwickeln. Alles ist erlernbar, und ich lege bei meiner Ausbildung großen Wert darauf, Teilnehmer*innen auf mögliche Fallen hinzuweisen, um im Echtfall gerade nicht in sie hineinzutappen. Trauerredner*in ist ein Beruf, der immer mehr Nachfrage erhält. Ich kann mir keine andere Tätigkeit vorstellen, bei der man so viel Wertschätzung und Dankbarkeit bekommt, da wir einen ganz wichtigen Beitrag leisten dürfen zu einem tröstlichen Abschied für die Trauernden. 
 
Wenn Sie dieses Thema interessiert – Trauerredner*in-Ausbildung, als Haupt- oder Nebenberuf, und Sie erfahren möchten, was die

5 wichtigsten Gründe für den Trauerredner*in-Beruf sind, besuchen Sie doch folgenden Vortrag. Sollte Ihnen eine Teilnahme live nicht möglich sein, so gibt es eine Aufzeichnung, die auch künftig hier jederzeit gebucht werden kann:

Hier geht´s zum Vortrag
Dieser Beitrag wurde zuletzt bearbeitet: 02-09-2022, 07:18 von Anja_Weiss.
Anja_Weiss
01-09-2022, 08:11 #1

Wenn ein geliebter Mensch stirbt, wünschen wir uns einen würdevollen, persönlichen und tröstlichen Abschied. Dabei spielt jemand eine besonders wichtige Rolle: Die Person, die die Trauerrede hält.
Manchmal übernehmen dies Familienangehörige, doch meistens sind es Trauerredner*innen oder Geistliche. Egal wer die Trauerrede hält: Die folgenden, teils sehr kuriosen Fehler, die so tatsächlich passiert sind, sollten durch eine gute Vorbereitung oder eine professionelle Ausbildung verhindert werden: 
 
Fehler 1: Dem Verstorbenen einen falschen Namen gegeben
 
Die engsten Angehörigen fühlen sich oft emotional nicht in der Lage, die Trauerrede zu halten. Also wird ein Bekannter aus dem entfernteren Umfeld damit beauftragt, der schon ein wenig Erfahrung als Redner hat.
Kürzlich haben mir Angehörige erzählt, deren Mutter nun verstorben ist, dass sie im Vorjahr bei der Trauerfeier für ihren Vater hören mussten, dass der Redner einen komplett falschen Namen verwendet hat. Es klang so, als habe der Redner wohl dieselbe Rede verwendet, wie bei einer Beerdigung zuvor, und nun vergessen, den Namen auszutauschen.
Die Trauerrede kann noch so tröstlich sein, es bleibt nur noch das in schlechter Erinnerung.
Wenn Sie in sich den Ruf zum Trauerredner*in-Beruf hören und ihn in einen konkreten Beruf verwandeln möchten, lernen möchten, wie Sie typische Fehler vermeiden, dann finden Sie hier die kompakte, schlüsselfertige Ausbildung zum sofortigen Berufsstart:
 
Info zur Ausbildung
 
 
Fehler 2: Unbeabsichtigt den Sarg abgesenkt
 
Die Person, die die Trauerrede hält, führt auch häufig durch die ganze Trauerfeier. So gibt sie zum Beispiel durch Tastendruck am Rednerpult dem Friedhofspersonal ein Zeichen, wenn das nächste Musikstück eingespielt werden soll.
Ich kenne einen Trauerredner, der neu dabei war und leider keine Erklärung zum Rednerpult erhalten hatte. Nun ist es aber so, dass dort häufig mehr als ein Kopf ist. Ein Knopf war mit dem Sarg-Aufzug verbunden, den es in einigen Trauerhallen gibt.
Als der Trauerredner diesen Knopf drückte, öffnete sich plötzlich und unerwartet während der Trauerfeier der Boden unter dem Sarg. Es war so still, man hörte nur noch die Motoren des Aufzuges, während der Sarg langsam im Boden der Halle verschwand. Das Entsetzen der Trauergesellschaft war verständlicherweise groß und der Fehler konnte nur von dem Friedhofspersonal rückgängig gemacht werden.  
 
Fehler 3: Seine Ehefrau als Affäre entblößt
 
Ich habe schon mal eine Rede erlebt, in der der Redner erzählte, dass der Verstorbene und seine (zweite) Ehefrau sich 1995 kennen und lieben gelernt haben. Und das, obwohl er mit seiner ersten Ehefrau noch bis 1996 zusammen lebte.
Es ist wohl kaum in Worte zu fassen, wie peinlich es für die trauernde Witwe war, nach Jahrzehnten auf der Trauerfeier als Affäre entblößt zu werden.
Was der Verstorbene vielleicht nicht wusste: Heute ist es möglich schon zu Lebzeiten festzulegen, wie die Trauerrede formuliert - und was vielleicht besser verschwiegen werden sollte. Damit hätte er seiner Frau diese Peinlichkeit ersparen können.
Falls Sie sich jetzt über diese sogenannten Vorsorge-Reden und anderes aus unserem Angebot informieren möchten, finden Sie viele Informationen dazu auf dieser Trauerfeier-Hilfe-Website – stöbern Sie gern einmal über unsere Seite.
 
Fehler 4: Einen Toten zum Leben erweckt
 
In einem meiner Kurse zur Ausbildung von Trauerredner*innen hatte ich eine Teilnehmerin, die bei ihrer Probe-Trauerrede in der Begrüßung neben der Familie auch den guten Freund „Herrn Schulze“ ansprach.
Leider hatte sie bei der Aufgabenstellung übersehen, dass der Freund Herr Schulze bereits selbst vor einigen Monaten gestorben ist.
In unseren fiktiven Trauerfeiern im Rahmen der Ausbildung dürfen solche Fehler passieren, ohne dass die Trauergesellschaft verletzt wird. So ist man für die Reden in der echten Welt auf alle Eventualitäten vorbereitet.
 
Fehler 5: Über die Alkoholsucht gelästert
 
Ein Mensch ist an den Folgen seiner Alkoholsucht gestorben und wird nun beerdigt.
Ich habe mal einen Redner unbeholfen sagen hören: „Manfred Müller kam von seiner Alkoholsucht nicht los und starb an den Folgen der Sucht im Alter von 58 Jahren“. Ich konnte förmlich spüren, wie unangenehm berührt die ganzen Trauergäste von dieser Formulierung waren.
Aus Gründen der Würde gehören sämtliche Krankheitsdiagnosen in einer Trauerrede sanft umschrieben, wie zum Beispiel: „Es gab ein Hindernis auf Manfreds Lebensweg, das er nicht zu überwinden vermochte. Schwere gesundheitliche Einschränkungen folgten, Heilung war leider nicht mehr möglich. Am 27. April ging Manfred Müller im Alter von 58 Jahren von dieser Welt.“
 
Fehler 6: Die Trauerfeier verpasst
 
Ein Trauerredner-Kollege von mir wurde vom Bestattungshaus für eine Trauerfeier am 27. März angefragt. Der Redner sagte zu und erhielt an einem Mittwoch einen Anruf von dem aufgeregten Bestatter: „Herr Maier, wo bleiben Sie denn? Die Trauerfeier beginnt gleich!“
Leider hatten Bestatter und Redner versäumt, Datum UND Wochentag abzugleichen. Die Trauerfeier sollte an einem Mittwoch stattfinden, der 27. März war allerdings der Donnerstag.
Können Sie sich vorstellen, wie traurig es für die Trauerfamilie und Gäste war, den geliebten, verstorbenen Menschen ohne gefühlvolle Trauerrede beisetzen zu müssen? Mein Kollege wollte am liebsten in einem Erdloch verschwinden!
 
Fehler 7: Den Sarg in Brand gesteckt
 
Das wohl schlimmste, was ich bisher von einer Trauerfeier gehört habe, ist folgende Geschichte:
Als letzter Gruß werden häufig Teelichter entzündet und auf den Sarg gestellt. Dieses sogenannte Kerzenritual darf aus Sicherheitsgründen normalerweise nur bei kleinen Abschiedsfeiern angeboten werden. Ein noch unerfahrener Trauerredner wusste dies nicht und lud zum Kerzen anzünden trotz großer Trauergesellschaft ein.
Was dann passierte, war wirklich furchteinflößend: Als zu viele Teelichter dicht beieinander standen, gingen die Flammen ineinander über. Plötzlich stand der Sarg in Flammen, und in der Trauerhalle unter den Gästen war eine große Beklemmung zu spüren. Zum Glück holte ein Friedhofsmitarbeiter recht schnell den Feuerlöscher und konnte verhindern, dass sich die Flammen auf die Blumen ausgebreitet haben.
Doch der Sarg war nun nass, und die würdevolle Atmosphäre war im Teich – im wahrsten Sinne des Wortes.
 
Fehler, die anderen Rednern*innen passiert sind, können uns dienen, um daraus zu lernen!

Auch wenn die oben genannten Fehler unbedingt vermieden werden sollten, wäre es hinderlich, nun einen zu großen Respekt vor dem Beruf des Trauerredners zu entwickeln. Alles ist erlernbar, und ich lege bei meiner Ausbildung großen Wert darauf, Teilnehmer*innen auf mögliche Fallen hinzuweisen, um im Echtfall gerade nicht in sie hineinzutappen. Trauerredner*in ist ein Beruf, der immer mehr Nachfrage erhält. Ich kann mir keine andere Tätigkeit vorstellen, bei der man so viel Wertschätzung und Dankbarkeit bekommt, da wir einen ganz wichtigen Beitrag leisten dürfen zu einem tröstlichen Abschied für die Trauernden. 
 
Wenn Sie dieses Thema interessiert – Trauerredner*in-Ausbildung, als Haupt- oder Nebenberuf, und Sie erfahren möchten, was die

5 wichtigsten Gründe für den Trauerredner*in-Beruf sind, besuchen Sie doch folgenden Vortrag. Sollte Ihnen eine Teilnahme live nicht möglich sein, so gibt es eine Aufzeichnung, die auch künftig hier jederzeit gebucht werden kann:

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